Über Titting

Der Markt Titting gehört zum Landkreis Eichstätt und liegt im nördlichen Teil des Regierungsbezirkes Oberbayern, direkt an der Grenze zu Mittelfranken. Er bildet das Zentrum des reizvollen Anlautertales, einem Nebental des Altmühltales, von dem der größte deutsche Naturpark, der Naturpark Altmühltal, seinen Namen erhält.

 

Die Entfernungen zu den Autobahnanschlussstellen der A9, Ausfahrt Greding oder Altmühltal, betragen zwischen 15 und 17 km.
Aber auch über die B 13 ist Titting bequem zu erreichen.
Mit der Bahn bestehen von unserer Region aus folgende Reisemöglichkeiten:
Eichstätt – München
Eichstätt – Treuchtlingen – Nürnberg
Kinding – Nürnberg
Kinding – München
Weißenburg – Nürnberg
Weißenburg – Treuchtlingen – München

 

Zusätzlich zu den Bahnhöfen Eichstätt und Weißenburg liegt auch an der ICE-Strecke Berlin – Nürnberg – München in Kinding ein Regionalbahnhof, der das öffentliche Verkehrsnetzangebot erweitert.

Das Gemeindegebiet muss, so beweisen Gräberfunde, bereits 1000 v. Chr. besiedelt gewesen sein. Etwa um 90 n. Chr. haben dann die Römer in unserem Gebiet den sog. "Limes" zum Schutz gegen die "barbarischen" Germanen gebaut.
Im Volksmund wurde er auch gerne als Pfahl- oder Teufelsmauer bezeichnet.
Diese Grenze des römischen Weltreiches war, abgesehen von der chinesischen Mauer, mit einer Länge von 500 km das größte und mächtigste Verteidigungssystem der Welt.
Sie verlief mitten durch den heutigen Gemeindeteil Erkertshofen. Östlich von Erkertshofen, wird der Standort eines Limes-Wachturmes vermutet, dort ist auch 1992 die einzige Rekonstruktion eines steinernen Limesturmes in ganz Bayern fertig gestellt worden.
Am 17.07.2005 wurde der Limes als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen.
 

Brauerei Gutmann

Im 14. und 15. Jahrhundert sind dann im Gemeindegebiet etliche Herrensitze und Burgen entstanden, von denen heute aller-dings teilweise nur noch kärgliche Überreste zeugen.
Vollkommen erhalten ist einzig und allein das Tittinger Wasserschloss.
Dort ließ der Fürstbischof von Eichstätt 1707 eine Brauerei einrichten, die allerdings erst im Jahre 1786 in Betrieb genommen wurde. Seitdem wird dort nahezu ununterbrochen Bier gebraut, das damals wie heute weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist.
1855 ging das Schloss einschließlich der Brauerei dann in den Besitz der Familie Gutmann über. Diese ist auch heute noch Eigentümer von Schloss und Brauerei.

 
Beschreibung unseres Wappens
"In Rot aus einer goldenen Zinnenmauer aus elf Steinen, darauf schräg gekreuzt ein schwarzer Schlegel und ein schwarzer Meißel, wachsend ein silberner Bischofsstab".
Die elf Steine stellen die elf ehemaligen Gemeinden dar.
Da alle Gemeindeteile wie auch der Markt Titting in den vergangenen Jahrhunderten in enger Beziehung zum Bistum Eichstätt stand, bedeutet der Bischofsstab die geistliche Herrschaft.
Die Zinnenmauer mit den elf Steinen stellt auch den römischen Limes dar, der das Gemeindegebiet durchzieht, Schlegel und Meißel weisen auf einen bedeutenden Erwerbszweig der Bewohner der Gemeinde hin, den Abbau und die Weiterverarbeitung von Juramarmor zu einem wertvollen Baumaterial.
Im Zuge der Gebietsreform 1972 schlossen sich die acht ehemals selbstständigen Gemeinden Titting, Altdorf, Emsing, Großnottersdorf, Kesselberg, Mantlach, Morsbach und Stadelhofen, mit all ihren Gemeindeteilen zur Großgemeinde Titting zusammen.
1978 wurden dann auch die drei (Berg-)Dörfer Erkertshofen, Kaldorf und Petersbuch eingemeindet.
Heute besteht die Marktgemeinde Titting aus 26 amtlichen Gemeindeteilen und umfasst eine Fläche von 71,1 km².
Der gesamte Markt Titting zählt 2.693 Einwohner (Stand: 31.12.2016)
Diese verteilen sich wie folgt:
 
Titting (einschl. Erzwäsche, Obermühle u. Sammühle)
679
Altdorf (einschl. Brunneck, Furtmühle, Hegelohe u. Maierfeld)
124
Emsing (einschl. Ablaßmühle u. Herlingshard)
298
Erkertshofen
365
Großnottersdorf
140
Kaldorf
308
Kesselberg (einschl. Ober-, Unterkesselberg, Bürg, Aich-, Horn- u. Tafelmühle)
192
Mantlach
109
Morsbach
148
Petersbuch (einschl. Heiligenkreuz)
249
Stadelhofen
81
 

1996 wurde Titting zusammen mit Altdorf und Emsing das Prädikat "staatlich anerkannter Erholungsort" verliehen.
Die Gemeindeteile Großnottersdorf, Kesselberg, Mantlach, Morsbach und Stadelhofen, folgten dann im Jahre 1999.
Mit der Anerkennung der drei Bergdörfer Erkertshofen, Kaldorf und Petersbuch im Jahr 2002 gilt nun diese Auszeichnung für das gesamte Gemeindegebiet.
Die Bezeichnung "Kleinzentrum" wurde dem Markt Titting ebenfalls 1999 verliehen.

Die beiden wichtigsten Bodenschätze unserer Region sind das Juragestein und das Eisenerz. Letzteres wird heute aber nicht mehr gewonnen und verarbeitet.
Der Abbau und die Weiterverarbeitung des Juramarmors hingegen zählt heute zu einem der wichtigsten Erwerbszweige.